Auffanggurt

Der Auffanggurt ist die einzige zugelassene PSA (Norm EN 361), um den Körper bei Arbeiten in der Höhe mit einem Auffangsystem zu verbinden. Nur ein kompletter Gurt mit Schulter- und Beingurten verteilt die Auffangkraft auf die Körperbereiche, die sie aufnehmen können, und hÀlt den Bediener nach einem Sturz aufrecht.

đŸ‡«đŸ‡· Als Erbe eines 1920 entstandenen Sattler- und Geschirrhandwerks entwirft und fertigt SASSI in Frankreich ein komplettes Sortiment an Gurten, vom Essential bis zum Expert, mit 1, 2, 4 oder 5 Anschlagpunkten, mit oder ohne Haltegurt (EN 358) und als Sitzgurt fĂŒr die AufhĂ€ngung (EN 813). Polyester- oder Polyamidgurte, schnelle Einstellung durch automatische Schnallen, KomfortverstĂ€rkungen, Zulassung bis 150 kg.

Maurer, Zimmermann, Dachdecker, Windkrafttechniker, Baumpfleger, Pylontechniker: FĂŒr jedes Gewerk der passende Gurt. Maßanfertigungen und Firmenkennzeichnungen sind möglich.

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Technischer Leitfaden · Gurte

Auffanggurt: Wie man ihn richtig auswÀhlt

Verfasst vom SASSI-Technikteam · Letzte Aktualisierung: 18. Juni 2026 · Lesezeit ~13 Min.

Der Auffanggurt ist die einzige persönliche SchutzausrĂŒstung, die nach der Norm EN 361 zugelassen ist, um den Körper eines Bedieners mit einem Absturzsicherungssystem zu verbinden. Er ist das HerzstĂŒck jeder Höhenarbeit: Im Falle eines Sturzes verteilt er die Auffangkraft auf die Körperbereiche, die sie aufnehmen können, und hĂ€lt den Bediener in einer aufrechten Position. Doch dazu muss das richtige Modell gewĂ€hlt werden. Dieser Leitfaden beschreibt die Gurt-Typen, Anschlagpunkte, Materialien, die Einstellung und das fĂŒr jeden Beruf geeignete Sortiment.

Das Wichtigste in einem Satz: Ein guter Auffanggurt zeichnet sich durch die richtige Anzahl an Anschlagpunkten fĂŒr Ihre Arbeitshaltung (EN 361 fĂŒr Absturzsicherung, EN 358 fĂŒr Halt, EN 813 fĂŒr Sitzgurte), einen an die Tragedauer angepassten Komfort und eine ausreichende Nutzlast (bis zu 150 kg bei SASSI) aus. Der Rest – GurtbĂ€nder, Schnallen, Polsterungen – ergibt sich aus diesen drei Entscheidungen.

1. Warum nur ein Komplettgurt zugelassen ist

Nur ein Komplettgurt mit Schulter- und Beingurten ist als Absturzsicherung anerkannt. Ein einfacher Gurt ist es nicht.

Der Grund ist physiologisch. Beim Auffangen eines Sturzes erfĂ€hrt der Körper eine abrupte Verzögerung. Ein einfacher Gurt wĂŒrde die gesamte Kraft auf den Bauch und die LendenwirbelsĂ€ule konzentrieren – mit dem Risiko schwerer Verletzungen oder eines KopfĂŒberkippens. Ein Komplettgurt hingegen verteilt die Belastung auf Oberschenkel, Becken, Rumpf und Schultern, und sein dorsaler (oder sternaler) Punkt hĂ€lt den Bediener aufrecht, in einer Position, in der er auf Hilfe warten kann. Genau das ĂŒberprĂŒft die Norm EN 361: die Körperhaltung und die Lastverteilung nach einem Sturz.

Ein Gurt besteht aus GurtbĂ€ndern (Schulter- und Beingurte), Verstellschließen, einer RĂŒckenplatte, Anschlagpunkten und je nach Modell einem Haltegurt, Komfortpolstern und einem „Bavaroise“ (dem breiten GurtlĂ€tzchen, das die RĂŒckenstĂŒtze verteilt).

2. Die drei Gurt-Typen

Man unterscheidet drei Gurtfamilien je nach gewĂŒnschter Funktion: reine Absturzsicherung, Absturzsicherung mit Arbeitsplatzpositionierung und Sitzgurt.

Gurt-Typ Norm(en) WofĂŒr
Auffanggurt EN 361 Sturz stoppen. Die Basis: dorsale und/oder sternale Punkte.
Auffanggurt + Haltegurt EN 361 + EN 358 Sturz stoppen und abgestĂŒtzt, mit freien HĂ€nden arbeiten (seitliche Punkte + Gurt).
Sitzgurt EN 361 + EN 358 + EN 813 Bequem hÀngend arbeiten (ventraler Punkt): Baumpflege, Seilzugang, Masten.

Wichtig: Diese Normen kumulieren sich, sie ersetzen sich nicht. Ein Haltegurt EN 358 ohne EN 361 schĂŒtzt nicht vor einem Sturz. FĂŒr jede Situation, in der ein Sturz möglich ist, ist EN 361 obligatorisch.

3. Die Anschlagpunkte: 1, 2, 4 oder 5

Die Anzahl und Position der Anschlagpunkte bestimmen die möglichen Einsatzbereiche des Gurtes. Nur die dorsalen und sternalen Punkte dienen der Absturzsicherung.

Punkte Position Funktion
1 Punkt Dorsal Einfache Absturzsicherung. HĂ€lt nach dem Sturz vertikal.
2 Punkte Dorsal + sternal Vielseitige Absturzsicherung. Der sternale Punkt erleichtert den Anschluss eines mitlaufenden AuffanggerÀts und die Arbeitsposition.
4 Punkte + 2 seitlich (mit Gurt) ErgĂ€nzt die Arbeitsplatzpositionierung: AbstĂŒtzung nach hinten, freie HĂ€nde.
5 Punkte + ventral ErgÀnzt die Suspension: lÀngeres sitzendes Arbeiten, Komfort in hÀngender Position.
Absolute Regel: Nur die dorsalen und sternalen Punkte sind dazu bestimmt, ein Absturzsicherungssystem aufzunehmen. Die lateralen und ventralen Punkte dienen ausschließlich der Arbeitsplatzpositionierung und dem Komfort – niemals der Absturzsicherung. Sich an einem lateralen Punkt zur Absturzsicherung zu befestigen, ist ein Fehler, der tödlich sein kann.

4. Materialien und Design: Was wirklich den Unterschied macht

Die GurtbĂ€nder eines Gurtes bestehen aus Polyester oder Polyamid; die Wahl beeinflusst das Verhalten bei Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Stoß.

  • Polyester: Zeitlich stabil, unempfindlich gegenĂŒber Feuchtigkeit und UV-Strahlung, geringe Dehnung. Es ist das Material fĂŒr vielseitige Auffanggurte – Bau, GerĂŒstbau, HebebĂŒhnen.
  • Polyamid: Elastischer, absorbiert dynamische Belastungen besser. Es wird bei Halte- und Sitzgurten (Baumpflege, Arbeiten an Masten) bevorzugt, wo der Komfort bei lĂ€ngerer AbstĂŒtzung wichtig ist.

Abgesehen vom Gurtband machen mehrere Elemente im Gebrauch den Unterschied:

  • Die RĂŒckenplatte positioniert den Anschlagpunkt zwischen den SchulterblĂ€ttern und hĂ€lt den Gurt an Ort und Stelle.
  • Das Bavaroise und die Schaumstoffpolsterungen (Schultern, Oberschenkel, RĂŒcken) verteilen die AuflageflĂ€che und reduzieren die ErmĂŒdung an langen Tagen.
  • Der Haltegurt, breit und manchmal um 180° drehbar (wie beim REF. 464), erleichtert seitliches Arbeiten und das HĂ€ngen.
  • Das dorsale VerlĂ€ngerungsband macht den dorsalen Punkt leichter zugĂ€nglich, um sich selbst anzuschließen.

Die Verstellschließen

Das Verstellsystem beeinflusst die Schnelligkeit des Anlegens und die StabilitĂ€t der Einstellung ĂŒber die Zeit:

  • RAPCO-Schnallen: Schnelle Einstellung durch Kerbung, ohne jedes Mal vollstĂ€ndig zu lösen. Sehr verbreitet an Beingurten.
  • Automatische Schnallen: Anlegen und Festziehen in einem Zug, ideal fĂŒr Schultergurte, die hĂ€ufig angepasst werden (Pro-Serie, z. B. REF. 450 RCE).
  • Progressiv verstellbare Schnallen: Feineinstellung des Bauchgurts.

5. So wÀhlen Sie Ihren Auffanggurt

Stellen Sie sich vier Fragen: Welche Arbeitshaltung, wie viele Punkte, welcher Komfort fĂŒr welche Dauer und welche maximale Last?

  1. Welche Haltung? Wenn Sie nur einen möglichen Sturz (Dach, GerĂŒst) abfangen mĂŒssen, genĂŒgt ein Auffanggurt EN 361. Wenn Sie abgestĂŒtzt arbeiten (Mast, Fassade), benötigen Sie die Haltefunktion EN 358. Wenn Sie hĂ€ngend arbeiten (Baumpflege, Seil), fĂŒgen Sie die EN 813 hinzu.
  2. Wie viele Punkte? 1 Punkt fĂŒr das Wesentliche, 2 Punkte fĂŒr Vielseitigkeit, 4 Punkte fĂŒr die Positionierung, 5 Punkte fĂŒr die Suspension.
  3. Welchen Komfort? Je lÀnger die Tragedauer, desto entscheidender werden Schaumstoffpolsterungen, breites Bavaroise und elastische Schultergurte. Zubehör wie die Positionierungsweste REF. 96 oder die Schulterpolsterung REF. 97 passen auf die meisten Modelle.
  4. Welche Last? ÜberprĂŒfen Sie die maximale Nutzlast (Benutzer + Werkzeuge). Mehrere SASSI-Gurte sind fĂŒr bis zu 150 kg zugelassen.

6. Das SASSI Gurt-Sortiment: Essential, Pro, Expert

SASSI strukturiert sein Sortiment in drei Stufen – Essential, Pro und Expert – um alle BedĂŒrfnisse abzudecken, von der gelegentlichen Baustelle bis zum spezialisierten Einsatz.

Ref. Sortiment Punkte Normen Typische Anwendungen
415 bis Essential 1 (dorsal) EN 361 Mehrzweck, einfaches Design, breites Bavaroise
460 bis Essential 1 (dorsal) EN 361 Fassadenbauer, Maurer, Abdichter
453N Hergestellt in Frankreich Pro 1 (dorsal) EN 361 Mehrzweck, bis 150 kg
450 RCE ★ Pro 2 (dorsal + sternal) EN 361 Bestseller: Schaumstoffpolsterung, automatische Schnallen. HebebĂŒhne, KranfĂŒhrer, GerĂŒstbauer
409 Pro 3 (1 dorsal + 2 sternal) EN 361 Geschmiedete D-Ringe, RAPCO-Verstellung
414 Pro 2 + 2 seitliche D-Ringe EN 361 · EN 358 Haltegurt. Abdichter, Wassertechnik
464 Hergestellt in Frankreich Expert 2 + 2 seitliche D-Ringe EN 361 · EN 358 Um 180° drehbarer Gurt, elastische Schultergurte, dorsaler VerlÀngerer, 150 kg. Baumpfleger, Pylonenarbeiter, Windkrafttechniker
474 Hergestellt in Frankreich Expert sternal + dorsal + 2 seitlich EN 361 · EN 358 · EN 813 Sitzgurt. Masten, Fensterputzer, Windkrafttechniker, Akrobatik
477 Expert 5 (3 sternal, 1 dorsal, 1 lateral) EN 361 · EN 358 Hoher Komfort, breiter Gurt. Masten, Windkraft, Wasserturm, Seilarbeiter

★ Bestseller · Hergestellt in Frankreich = Vermerk „Hergestellt in Frankreich“ im Katalog.

7. Der richtige Gurt fĂŒr Ihren Beruf

Jeder Beruf hat seine Haltung, also seinen Gurt. Hier sind die direkten Entsprechungen.

  • Maurer, Fassadenbauer, Abdichter, GerĂŒstbauer: Absturzsicherung mit 1 oder 2 Punkten — 460 bis, 453N, 450 RCE.
  • Zimmerer, Tiefbau: Absturzsicherung mit 2 oder 3 Punkten fĂŒr einfachen Anschluss beim Fortschreiten — 450 RCE, 409.
  • Dachdecker, Photovoltaik-Monteure: Absturzsicherung mit 2 Punkten + mitlaufendes AuffanggerĂ€t am Seil — 450 RCE.
  • HebebĂŒhne (PEMP), KranfĂŒhrer: Absturzsicherung mit 2 Punkten und kurzem Verbindungsmittel — 450 RCE.
  • Windkrafttechniker: Multipoint-Gurt mit Halte-/Sitzfunktion — 464, 474, 477.
  • Baumpfleger: Sitzgurt EN 813 — 464, 474.
  • Pylonenarbeiter, Arbeiten an Masten: Arbeitsplatzpositionierung + Absturzsicherung — 464, 474.
  • Fensterputzer, Seilarbeiter, Wasserturm, Abwasserentsorgung: 4 oder 5 Punkte hoher Komfort — 474, 477.

8. Gurt richtig anlegen und einstellen

Ein schlecht eingestellter Gurt verliert einen Großteil seiner Wirksamkeit und wird unbequem. Die Einstellung muss bei jedem Anlegen ĂŒberprĂŒft werden.

  1. Fassen Sie den Gurt an der RĂŒckenplatte und entwirren Sie die BĂ€nder, bevor Sie ihn anlegen.
  2. Ziehen Sie die Schultergurte wie eine Jacke an und schnallen Sie dann die Beingurte ohne Verdrehen.
  3. Stellen Sie die Beingurte ein: Eine flache Hand sollte darunter passen, nicht mehr.
  4. Passen Sie die Schultergurte an, sodass die RĂŒckenplatte zwischen den SchulterblĂ€ttern sitzt.
  5. ÜberprĂŒfen Sie den Brustgurt: auf Brusthöhe, nicht zu hoch (Störung am Hals) und nicht zu tief.
  6. Stellen Sie sicher, dass keine BĂ€nder verdreht sind und die ÜberschĂŒsse in den Schlaufen verstaut sind.

Ein gut eingestellter Gurt sitzt fest, ohne zu verrutschen, und ermöglicht volle Bewegungsfreiheit. Wenn er schlackert oder drĂŒckt, ist er falsch eingestellt – oder hat nicht die richtige GrĂ¶ĂŸe.

9. Gurte und Rettung: Ein oft vernachlÀssigter Punkt

Nach einem Sturz ist es gefÀhrlich, im Gurt hÀngen zu bleiben: Es ist das Gurt-Trauma. Die Rettung muss vor dem Aufstieg eingeplant werden.

Ein bewegungsloser, im Gurt hĂ€ngender Bediener erfĂ€hrt eine Verlangsamung des venösen RĂŒckflusses: Das Gurt-Trauma (oder HĂ€ngetrauma) kann innerhalb weniger Minuten zu Bewusstlosigkeit fĂŒhren. Deshalb muss jede Höhenarbeit von einem Rettungsplan und einem Mittel zur schnellen Bergung begleitet werden. Einige Gurte verfĂŒgen ĂŒber Rettungspunkte oder -bĂ€nder (Norm EN 1497 fĂŒr Rettungsgurte), die das Hochziehen oder Herablassen des Verunfallten erleichtern. In beengten RĂ€umen wird der Gurt mit einem Dreibein und einer Rettungswinde (EN 1496) kombiniert, um den Bediener zu bergen, ohne dass ein zweiter Helfer absteigen muss.

10. ÜberprĂŒfung, Wartung und Lebensdauer (EN 365)

Ein Gurt muss vor jeder Benutzung visuell ĂŒberprĂŒft und mindestens alle 12 Monate von einer sachkundigen Person einer eingehenden PrĂŒfung unterzogen werden.

  • Vor jedem Gebrauch: ÜberprĂŒfen Sie GurtbĂ€nder (Schnitte, Verbrennungen, chemische Angriffe, VerfĂ€rbungen), NĂ€hte, Schnallen (Verformung, Korrosion), Platte und Anschlagpunkte.
  • Mindestens alle 12 Monate: Dokumentierte regelmĂ€ĂŸige PrĂŒfung (Lebenslaufkarte der PSA), gemĂ€ĂŸ EN 365 und Herstellerangaben.
  • Wartung: Reinigung mit lauwarmem Seifenwasser, Trocknen im Schatten fern von WĂ€rmequellen, Lagerung geschĂŒtzt vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit.
  • Sofortige Ausmusterung nach jedem Sturz oder sobald ein ernsthafter Zweifel besteht.
Die unsichtbare Falle: Nach einem Sturz können die GurtbĂ€nder ohne Ă€ußere Anzeichen geschwĂ€cht sein. Ein Gurt, der nach einem Sturz „gut aussieht“, ist nicht wiederverwendbar. Er muss ausnahmslos ausgemustert werden.

11. SASSI im Vergleich zu Petzl, Tractel, Honeywell, Kratos, Néofeu

Der Markt fĂŒr Auffanggurte vereint große Hersteller. SASSI zeichnet sich hier als historischer französischer Gurthersteller aus, der sowohl Standard- als auch maßgeschneiderte Lösungen anbieten kann.

Jeder Akteur hat sein Spezialgebiet: Petzl (AufhĂ€ngungskomfort und Seilzugang), Tractel (Industriesortimente und Rettungsleinen), Honeywell Miller und Kratos Safety (breites Angebot fĂŒr Industrie und Bauwesen), NĂ©ofeu (französischer Hersteller, Verankerungen und Gurte). Alle basieren auf derselben Norm EN 361, die die InteroperabilitĂ€t innerhalb eines Absturzsicherungssystems gewĂ€hrleistet.

Die Besonderheit von SASSI liegt in ihrem ursprĂŒnglichen Handwerk. Das Unternehmen wurde 1920 aus dem Know-how eines Sattler-Riemenmacher-Geschirrmachers geboren: Der Gurt ist im wahrsten Sinne des Wortes ihr GrĂŒndungsberuf. Das Akronym erinnert daran – S.A.S.S.I., SociĂ©tĂ© d'Articles de SĂ©curitĂ© et de Sellerie Industrielle (Gesellschaft fĂŒr Sicherheitsartikel und Industriesattlerei). Heute, eingebunden in eine 100 % französische Industriegruppe, beherrscht SASSI intern Gurtband, technische NĂ€hte und die Metallverarbeitung ihrer Schnallen und Verbindungselemente, entwickelt und fertigt ihre Gurte in Frankreich (Vermerk „Hergestellt in Frankreich“ auf mehreren Referenzen) und stellt maßgeschneiderte Gurte her – spezielle Einstellungen, Belastung bis 150 kg, Firmenbranding. FĂŒr den KĂ€ufer bedeutet dies einen Ansprechpartner, der tatsĂ€chlich herstellt, was er verkauft, mit der RĂŒckverfolgbarkeit und ReaktionsfĂ€higkeit einer lokalen Produktion.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Wie wÀhlt man seinen Absturzsicherungsgurt aus?

Nach vier Kriterien: die Arbeitsposition (Absturzsicherung, Halten oder AufhÀngen), die Anzahl der Anschlagpunkte (1, 2, 4 oder 5), der an die Tragedauer angepasste Komfort und die maximale Belastung (bis zu 150 kg). Der Gurt muss immer der EN 361 entsprechen, bei Bedarf ergÀnzt durch EN 358 (Halten) und EN 813 (AufhÀngen).

Was ist der Unterschied zwischen einem Gurt mit 1, 2, 4 und 5 Punkten?

1 Punkt (Dorsal) = einfache Absturzsicherung; 2 Punkte (+ sternal) = vielseitige Absturzsicherung; 4 Punkte (+ seitlich und Gurt) = Arbeitsplatzpositionierung; 5 Punkte (+ ventral) = AufhÀngung. Nur der dorsale und sternale Punkt dienen der Absturzsicherung.

Gurt EN 361 oder EN 358: Was ist der Unterschied?

EN 361 homologiert den Gurt zum Auffangen eines Sturzes. EN 358 betrifft die Arbeitsplatzpositionierung (freihĂ€ndige UnterstĂŒtzung) und schĂŒtzt nicht vor einem Sturz. Beide können kombiniert werden, aber EN 358 ersetzt niemals EN 361.

Gurte aus Polyester oder Polyamid?

Polyester (stabil, wenig feuchtigkeits- und UV-empfindlich) wird fĂŒr vielseitige Absturzsicherungsgurte verwendet; Polyamid (elastischer) wird fĂŒr Halte- und AufhĂ€ngegurte bevorzugt. SASSI verwendet je nach Modell beide.

Welchen Gurt fĂŒr einen Windenergietechniker?

Einen Mehrpunktgurt mit Halte- oder sogar AufhÀngefunktion: SASSI 464 (4 Punkte, 180° drehbarer Gurt), 474 (Beinschlaufen EN 813) oder 477 (5 Punkte), alle bis 150 kg.

Wie lange ist die Lebensdauer eines Gurtes?

Sie wird vom Hersteller angegeben und hĂ€ngt von Verwendung und Lagerung ab. UnabhĂ€ngig davon muss der Gurt nach jedem Absturz oder bei geringster BeschĂ€digung entsorgt werden. Obligatorische regelmĂ€ĂŸige PrĂŒfung alle 12 Monate (EN 365).

Gibt es Gurte bis 150 kg oder maßgeschneiderte Gurte?

Ja. Die Referenzen 453N und 464 sind bis 150 kg zugelassen, und SASSI fertigt dank ihrer französischen Produktion maßgeschneiderte Konfigurationen (Einstellungen, Firmenbranding).

Was ist eine RAPCO-Schnalle?

Ein schnelles Verstellsystem mit Rasten an Beinschlaufen und Schultergurten, das es ermöglicht, den Gurt bei jedem Anlegen ohne vollstÀndiges Lösen anzupassen. Andere Modelle verwenden automatische Schnallen oder progressive Straffung.

Unsicher, welcher Gurt fĂŒr Ihren Beruf geeignet ist?

Von „Essential“ bis „Expert“ berĂ€t Sie das technische Team von SASSI, um den richtigen, komfortablen Absturzsicherungsgurt fĂŒr Ihren Arbeitsplatz zu finden – Standard oder maßgeschneidert, bis 150 kg.

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Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ersetzt nicht die Herstellerangaben, eine Schulung fĂŒr Arbeiten in der Höhe oder die spezifische Risikobewertung fĂŒr jede Baustelle. Regulatorische und technische Quellen: Verordnung (EU) 2016/425, Normen EN 361 / EN 358 / EN 813 / EN 365, Arbeitsgesetzbuch, Ressourcen INRS und OPPBTP.
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